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MOTOR

Autor: René Schlüter  |  Aktualisiert: Juni 2026

Wer im Motorsport startet, stößt schnell auf die Frage: Welche FIA Rennbekleidung brauche ich wirklich? Reicht ein Rennoverall oder gehören auch Unterwäsche, Kopfhaube, Socken, Handschuhe und Schuhe dazu? Die Antwort hängt vom Reglement, der Rennserie, dem Fahrzeug und dem Einsatzbereich ab.

Für viele Motorsportbereiche ist Schutzbekleidung nach FIA 8856-2000 oder FIA 8856-2018 relevant. Dieser Ratgeber erklärt die wichtigsten Bestandteile der FIA Fahrerbekleidung, die Unterschiede zwischen FIA 8856-2000 und FIA 8856-2018, die Bedeutung des Hologrammlabels, typische Fehler bei der Auswahl und besondere Fälle wie Autocross, Stockcar, Jugendklassen und Kartoveralls.

Wichtig: Dieser Beitrag ersetzt nicht das aktuelle Reglement deiner Rennserie. Maßgeblich sind immer die aktuelle Ausschreibung, das jeweilige technische Reglement und die Entscheidung der technischen Abnahme.

Kurzantwort: Diese FIA Rennbekleidung brauchst du

In vielen Motorsport-Disziplinen besteht die persönliche FIA Rennbekleidung aus mehreren Teilen. Typisch sind:

  • FIA Rennoverall oder FIA Rennanzug
  • lange FIA Unterwäsche mit Oberteil und Hose
  • FIA Kopfhaube beziehungsweise Balaclava
  • FIA Socken
  • FIA Rennhandschuhe
  • FIA Rennschuhe beziehungsweise Fahrerschuhe

Je nach Serie können diese Teile vorgeschrieben, empfohlen oder nur in bestimmten Fahrzeuggruppen erforderlich sein. In vielen Reglements wird die Fahrerbekleidung als Gesamtsystem betrachtet. Es geht also nicht nur darum, einen einzelnen Körperbereich zu schützen, sondern möglichst alle relevanten Bereiche mit passender Schutzkleidung abzudecken.

Passende Produkte findest du im Rennsportshop unter FIA Rennbekleidung. Besonders wichtig sind die Kategorien FIA Rennoveralls, FIA Unterwäsche, FIA Rennhandschuhe und FIA Rennschuhe.

Was bedeutet FIA 8856 bei Rennbekleidung?

Die Normen FIA 8856-2000 und FIA 8856-2018 betreffen Schutzbekleidung für Fahrer im Automobilsport. Dazu gehören unter anderem Overalls, Unterwäsche, Kopfhauben, Socken, Schuhe und Handschuhe. Ziel ist der Schutz vor Hitze und Flammen.

FIA-homologierte Rennbekleidung ist keine reine Komfortausstattung, sondern ein sicherheitsrelevanter Bestandteil der Fahrerausrüstung. Sie soll im Ernstfall Zeit verschaffen und den direkten Kontakt von Hitze und Flammen mit der Haut verzögern.

Beim Neukauf ist heute in der Regel FIA 8856-2018 die sinnvollste Wahl. Ältere Produkte nach FIA 8856-2000 können je nach Hologramm, Produktart, Reglement und Übergangsregelung noch eine Rolle spielen. Deshalb ist es wichtig, nicht nur die Norm, sondern auch die konkrete Kennzeichnung am Produkt zu prüfen.

FIA 8856-2000 oder FIA 8856-2018: Was ist der Unterschied?

Die ältere Norm FIA 8856-2000 war viele Jahre der Standard für flammhemmende Fahrerbekleidung. Die aktuelle Norm FIA 8856-2018 ist moderner, strenger und bringt eine klare Gültigkeitskennzeichnung mit.

Für die Praxis ist besonders wichtig, welche Norm am Produkt steht, ob ein FIA-Hologrammlabel vorhanden ist und welches Ablaufdatum beziehungsweise welche Übergangsregelung gilt. Bei der technischen Abnahme zählt nicht nur die Norm, sondern die vollständige Kennzeichnung am Produkt.

Norm / Kennzeichnung Einordnung für die Praxis
FIA 8856-2000 ohne Hologrammlabel Technisch kann solche Bekleidung weiterhin einen gewissen flammhemmenden Grundschutz bieten. Reglementseitig ist sie in vielen aktuellen FIA-/DMSB-Anwendungen jedoch nicht mehr zulässig.
FIA 8856-2000 mit silbernem Hologrammlabel Je nach Reglement noch übergangsweise relevant. In vielen Bereichen läuft die Zulässigkeit spätestens Ende 2028 aus. Ab 2029 wird in FIA-/DMSB-nahen Bereichen grundsätzlich FIA 8856-2018 maßgeblich.
FIA 8856-2018 mit goldenem Hologrammlabel Aktueller Standard mit Gültigkeitsangabe. Maßgeblich ist das Label beziehungsweise das angegebene „Not valid after“-Datum am Produkt.

FIA 8856-2000 mit oder ohne Hologramm

Bei FIA 8856-2000-Bekleidung ist das Hologrammlabel entscheidend für die reglementseitige Einordnung. Das FIA-Hologramm wurde bei Overalls ab 2013 eingeführt. Bei weiterer flammhemmender Bekleidung wie Unterwäsche, Kopfhauben, Schuhen und Handschuhen wurde das Hologramm ab 2016 eingeführt. Ziel war unter anderem, die Erkennung homologierter Produkte zu erleichtern und Fälschungen besser zu vermeiden.

FIA 8856-2000-Produkte ohne Hologramm unterscheiden sich nicht automatisch technisch von späteren Produkten mit Hologramm. Der wichtige Unterschied liegt in der Kennzeichnung und damit in der Zulässigkeit bei der technischen Abnahme. Ein älteres Produkt ohne Hologramm kann also noch einen gewissen Schutz bieten, aber trotzdem reglementseitig nicht mehr erlaubt sein.

FIA 8856-2000-Bekleidung mit Hologrammlabel trägt ein silbernes FIA-Hologramm. FIA 8856-2018-Bekleidung trägt ein goldenes FIA-Hologramm und besitzt zusätzlich eine Gültigkeitsangabe. Entscheidend ist immer die vollständige Kennzeichnung: Norm, Hersteller, Homologationsnummer, Produktart und Gültigkeit müssen zum Produkt passen.

Wie lange ist FIA 8856-2018 gültig?

FIA 8856-2018-Bekleidung ist zeitlich begrenzt nutzbar. Die Gültigkeit endet 10 Jahre nach dem Herstellungsjahr. Praktisch bedeutet das: Ein Produkt aus Produktion 2026 ist in der Regel bis Ende 2036 nutzbar, sofern Label und Reglement dies bestätigen. Dadurch kann die tatsächliche Nutzungsdauer je nach Kaufzeitpunkt effektiv fast 11 Kalenderjahre erreichen.

Beim Kauf sollte deshalb nicht nur auf die Norm, sondern auch auf das Herstellungsjahr beziehungsweise das angegebene Gültigkeitsdatum geachtet werden.

Bei Rennsportshop achten wir auf eine faire Einordnung der verbleibenden Nutzungsdauer. Produkte aus aktueller Produktion oder aus dem unmittelbaren Vorjahr bieten weiterhin eine sehr lange Restlaufzeit und werden regulär angeboten. Artikel mit deutlich älterem Produktionsjahr kennzeichnen wir entsprechend und bieten sie mit Nachlass an.

FIA Rennoverall: Die Basis der Fahrerbekleidung

Der Rennoverall ist das zentrale Kleidungsstück der FIA Rennbekleidung. Er schützt Oberkörper, Arme und Beine und wird über der FIA Unterwäsche getragen. Ein Overall sollte nicht zu eng sitzen. Die FIA weist darauf hin, dass zu enge Schutzbekleidung den Schutz verringern kann und unter realen Einsatzbedingungen bequem getragen werden muss.

Gleichzeitig darf der Overall natürlich nicht so weit sein, dass er beim Fahren, Einsteigen, Anschnallen oder in Verbindung mit dem Sitz stört. Entscheidend ist eine passende Größe: genug Bewegungsfreiheit, sauberer Sitz im Fahrzeug und keine störenden Falten an ungünstigen Stellen.

Für Fahrer, die eine preislich attraktive und trotzdem motorsporttaugliche Lösung suchen, sind Beltenick FIA Rennoveralls eine interessante Wahl. Beltenick bietet ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist besonders für Einsteiger, Hobbyfahrer, Autocross-Fahrer und Motorsport-Teams interessant.

Sondergrößen bei Rennoveralls: Lang und weit

Nicht jeder Fahrer passt ideal in eine Standardgröße. Deshalb führen wir bei den Beltenick Rennoveralls auch Sondergrößen für große und kräftigere Fahrer. Diese Größen helfen, wenn ein normaler Overall zwar grundsätzlich passt, aber an Körperlänge, Beinlänge, Armlänge oder Weite nicht optimal sitzt.

Größen mit T stehen für lang, zum Beispiel LT, XLT oder weitere Tall-Größen. Diese Varianten sind für Fahrer gedacht, die mehr Länge an Armen, Beinen oder Rumpf benötigen. Größen mit W stehen für weit, zum Beispiel LW, XLW oder weitere Wide-Größen. Diese Varianten bieten mehr Umfang, ohne automatisch deutlich länger zu sein.

Gerade bei FIA Rennbekleidung ist eine passende Größe wichtig: Der Overall sollte nicht spannen, aber auch nicht unkontrolliert im Fahrzeug stören. Wenn du zwischen zwei Größen liegst oder unsicher bist, ob Standardgröße, Langgröße oder Weitgröße besser passt, helfen wir gerne bei der Größenauswahl.

FIA Unterwäsche: Overall und Unterwäsche bilden eine Einheit

FIA Unterwäsche wird direkt auf der Haut getragen und besteht in der Regel aus einem langärmeligen Oberteil und einer langen Hose. Sie ist nicht nur ein Komfortthema, sondern ein wichtiger Teil des Schutzsystems. Der ideale Schutz entsteht nicht durch ein einzelnes Kleidungsstück, sondern durch die passende Kombination aus Overall, Unterwäsche, Kopfhaube, Socken, Handschuhen und Schuhen.

Die Unterwäsche darf körpernah und flexibel sitzen. Anders als der Overall kann sie eng anliegen, solange sie nicht einschnürt oder die Bewegungsfreiheit einschränkt. Wichtig ist, dass Ärmel, Beine und Übergänge nicht verrutschen und keine ungeschützten Hautbereiche entstehen.

Besonders an Hals, Handgelenken und Knöcheln sollte die Schutzkleidung sauber überlappen. Wenn dort Lücken entstehen, wird genau der Bereich ungeschützt, der im Ernstfall besonders empfindlich ist.

Passende Produkte findest du unter FIA Unterwäsche.

Kopfhaube und Balaclava

Die Kopfhaube, auch Balaclava genannt, schützt Kopf, Hals- und Gesichtsbereich unter dem Helm. Sie sollte gut sitzen, nicht verrutschen und zur Helmgröße passen. Je nach Reglement kann eine FIA Kopfhaube vorgeschrieben sein.

Wichtig ist die Überlappung mit Unterwäsche und Overall. Die Kopfhaube sollte nicht so kurz sein, dass im Halsbereich eine Lücke entsteht. Gleichzeitig muss sie bequem genug sitzen, damit sie auch während eines längeren Einsatzes nicht stört.

FIA Socken: kein Hologramm, aber Kennzeichnung prüfen

FIA Socken sind ein Sonderfall: Sie tragen kein FIA-Hologramm, müssen aber ein FIA-Label beziehungsweise eine entsprechende FIA-Kennzeichnung besitzen. Bei der technischen Abnahme sollte daher nicht nach einem Hologramm auf den Socken gesucht werden, sondern nach der passenden FIA-Kennzeichnung und der Übereinstimmung mit dem Reglement.

Socken sind wichtig, weil auch Knöchel und Füße geschützt werden müssen. Gerade im Pedalraum, in der Nähe von Hitzequellen und bei engen Fahrzeugen ist passende flammhemmende Bekleidung sinnvoll.

FIA Rennhandschuhe: Schutz und Gefühl am Lenkrad

FIA Rennhandschuhe schützen die Hände und sorgen gleichzeitig für Grip am Lenkrad. Je nach Modell gibt es innenliegende oder außenliegende Nähte. Außenliegende Nähte können den Tragekomfort verbessern, weil weniger Druckstellen an den Fingern entstehen.

Rennhandschuhe sollten eng genug sitzen, um ein gutes Gefühl am Lenkrad zu ermöglichen, aber nicht zu knapp gewählt werden. Beim Anprobieren wirken Finger oft noch entspannt und „schlaff“. Während der Fahrt werden die Hände stärker durchblutet, die Finger können leicht anschwellen und ein zu enger Handschuh wird schnell unangenehm.

Achte daher auf ausreichend Fingerlänge, Beweglichkeit und eine saubere Passform an der Handinnenfläche. Der Handschuh darf nicht rutschen, sollte aber auch keine Fingerkuppen oder Nähte unangenehm drücken.

Zur Kategorie: FIA Rennhandschuhe

FIA Rennschuhe: Pedalgefühl und Schutz

FIA Rennschuhe beziehungsweise Fahrerschuhe sollen schützen, aber trotzdem ein gutes Pedalgefühl ermöglichen. Eine zu dicke oder ungeeignete Sohle kann im Fahrzeug störend sein. Gleichzeitig müssen Schuhe im Motorsport zur geforderten Norm und zum jeweiligen Reglement passen.

Wichtig sind Größe, Sitz, Beweglichkeit, Sohle und Material. Gerade bei engen Pedalräumen sollte der Schuh nicht nur nach Größe, sondern auch nach Form und Gefühl ausgewählt werden.

Zur Kategorie: FIA Rennschuhe

Warum ein Kartoverall im Autocross nichts zu suchen hat

Ein häufiger Fehler ist der Gedanke: „Ich habe doch einen Kartoverall, der wird schon reichen.“ Für Autocross, Rallye, Rundstrecke oder andere Automobil-Motorsportbereiche ist das in der Regel falsch.

Kartbekleidung wird nach eigenen Karting-Standards geprüft, zum Beispiel FIA-CIK 2013-1 oder FIA 8877-2022. Der Schwerpunkt liegt dort vor allem auf Abriebschutz, Kontaktwärme und Reißfestigkeit, weil Kartfahrer offen sitzen und bei einem Unfall über Asphalt oder andere Oberflächen rutschen können.

FIA Rennbekleidung nach 8856-2000 oder 8856-2018 ist dagegen für den Automobilsport auf Schutz vor Hitze und Flammen ausgelegt. Deshalb gehört ein Kartoverall nicht in Autocross, Rallye, Rundstrecke oder andere Automobil-Motorsportbereiche, wenn dort FIA-8856-Bekleidung verlangt wird.

Autocross: Welche Rennbekleidung ist vorgeschrieben?

Im Autocross hängt die vorgeschriebene Fahrerbekleidung stark vom Verband, der Klasse und dem jeweiligen Reglement ab. Relevante Regelwerke gibt es unter anderem für:

  • FIA Autocross-EM und Cross Car
  • DMSB / Deutsche Autocross-Meisterschaft
  • DRCV
  • NWDAV
  • WACV
  • ÖMSV und weitere nationale oder regionale Serien
  • Clubsport-, Stockcar- und regionale Autocross-Veranstalter

Häufig geht es um flammabweisende Schutzbekleidung nach FIA 8856-2000 oder FIA 8856-2018: Overall beziehungsweise Anzug, lange Unterwäsche, Kopfhaube, Socken, Schuhe und Handschuhe. Die genaue Pflicht kann je nach Verband, Fahrzeugklasse und Jahr abweichen. Deshalb sollte vor dem Kauf immer das aktuelle Reglement der eigenen Serie geprüft werden.

Für Autocross ist wichtig: Auch wenn einzelne Serien unterschiedlich streng formulieren, ist flammhemmende Schutzkleidung grundsätzlich sinnvoll. Autocross-Fahrzeuge arbeiten mit Kraftstoff, Öl, heißen Bauteilen, engen Innenräumen und oft rauen Einsatzbedingungen. Normale Arbeitskleidung, Baumwollkleidung oder Kartbekleidung ersetzt keine passende FIA-Rennbekleidung, wenn das Reglement flammhemmende Kleidung fordert.

Für eine detaillierte Betrachtung nach EM, DM, DRCV, NWDAV und WACV ist eine eigene Autocross-Ratgeberseite sinnvoll. Diese Seite hier gibt bewusst nur den allgemeinen Überblick.

Stockcar und Breitensport: Schutz auch ohne strenge Vorschrift

Im Stockcar- und Breitensportbereich sind die Vorschriften je nach Veranstalter sehr unterschiedlich. Teilweise gibt es weniger detaillierte Vorgaben als in FIA- oder DMSB-nahen Serien. Trotzdem fahren auch dort Fahrzeuge mit Kraftstoff, Öl, heißen Teilen und engem Innenraum.

Deshalb ist flammhemmende Schutzkleidung auch dann sinnvoll, wenn sie nicht ausdrücklich in jeder Serie bis ins Detail vorgeschrieben ist. Ein FIA Rennoverall, Unterwäsche, Kopfhaube, Socken, Handschuhe und Schuhe bieten im Brandfall deutlich mehr Schutz als normale Kleidung.

Jugendklassen und Kinder: Schutz besonders ernst nehmen

In Jugendklassen und bei Nachwuchsfahrern sollte die persönliche Schutzausrüstung besonders sorgfältig gewählt werden. Kinder und Jugendliche sitzen oft in kleineren Fahrzeugen, fahren aber trotzdem mit Kraftstoff, Hitzequellen, Gurten, Sitzen und Sicherheitsausrüstung.

Wichtig sind eine passende Größe, ein sicherer Sitz der Kleidung, keine zu großen Overalls „auf Zuwachs“ und eine reglementgerechte Norm. Zu große Schutzkleidung kann im Fahrzeug stören und bietet nicht automatisch besseren Schutz.

Passende Produkte findest du hier: Bekleidung und Ausrüstung für Kinder.

Welche Rennbekleidung für Rallye, Rundstrecke, Slalom und Trackday?

Bei Rallye und Rundstrecke sind die Anforderungen meist strenger und klarer geregelt. Dort wird häufig die vollständige FIA Fahrerbekleidung verlangt: Overall, lange Unterwäsche, Kopfhaube, Socken, Schuhe und Handschuhe. Bei Rallye kann es Sonderregelungen für den Beifahrer geben, etwa bei Handschuhen.

Bei Slalom, GLP, Trackday oder Clubsport kann die Ausrüstung je nach Veranstaltung unterschiedlich geregelt sein. Auch wenn FIA Rennbekleidung nicht immer ausdrücklich vorgeschrieben ist, ist sie aus Sicherheitsgründen oft sinnvoll.

Unser Tipp: Kaufe nicht nur nach dem Mindeststandard für die nächste Veranstaltung, sondern nach deinem realistischen Einsatzbereich der nächsten Jahre. Wer später von Trackday oder Slalom in Rallye, Autocross, Bergrennen oder Rundstrecke wechseln möchte, ist mit aktueller FIA-8856-2018-Bekleidung meist besser vorbereitet.

Häufige Fehler bei FIA Rennbekleidung

  • Nur den Overall kaufen und Unterwäsche, Socken oder Kopfhaube vergessen.
  • FIA 8856-2000 ohne Hologrammlabel mit aktueller Zulässigkeit verwechseln.
  • Schutzwirkung und Reglementzulässigkeit gleichsetzen.
  • Das Herstellungsjahr oder „Not valid after“-Datum nicht prüfen.
  • Kartoverall als Ersatz für FIA Automobilsport-Bekleidung verwenden.
  • Zu enge Overalls wählen und dadurch Komfort und Schutz verschlechtern.
  • Rennhandschuhe zu knapp kaufen.
  • Handschuhe oder Schuhe nur nach Optik kaufen, nicht nach Passform und Norm.
  • Das Reglement der eigenen Serie nicht prüfen.
  • Bei Kindern zu große Kleidung „auf Zuwachs“ kaufen.

Unsere Empfehlung für Einsteiger

Wenn du neu in Rallye, Autocross, Rundstrecke, Bergrennen, Stockcar oder Trackday einsteigst, prüfe zuerst das Reglement deiner Veranstaltung. Danach stellst du deine Ausrüstung sinnvoll zusammen:

  1. FIA Rennoverall nach aktueller Norm auswählen.
  2. Lange FIA Unterwäsche ergänzen.
  3. Kopfhaube und FIA Socken prüfen.
  4. Passende FIA Rennhandschuhe wählen.
  5. FIA Rennschuhe mit gutem Pedalgefühl auswählen.
  6. Gültigkeit, Hologramm und Kennzeichnung prüfen.

Beltenick bietet in vielen Bereichen ein starkes Preis-Leistungs-Verhältnis und ist deshalb besonders interessant für Einsteiger, Hobbyfahrer, Autocross-Fahrer, Rallye-Teams und Fahrer, die eine solide FIA-Ausrüstung ohne unnötig hohe Einstiegskosten suchen.

Für Fahrer, die direkt eine abgestimmte Grundausstattung suchen, ist auch das Kombiangebot Beltenick Racewear komplett interessant. Das Set kombiniert wichtige Bestandteile der Fahrerausrüstung und erleichtert den Einstieg, ersetzt aber nicht die Prüfung von Größe, Reglement und persönlicher Passform.

Passende Kategorien im Rennsportshop

FAQ: Häufige Fragen zur FIA Rennbekleidung

Ist FIA 8856-2000 noch gültig?

Das hängt von Produktart, Hologramm, Reglement und Zeitpunkt ab. FIA 8856-2000 ist die ältere Norm für flammhemmende Fahrerbekleidung. Produkte mit FIA-Hologramm können je nach Reglement noch übergangsweise zulässig sein. Produkte ohne Hologramm sind in vielen aktuellen FIA-/DMSB- Anwendungen nicht mehr zulässig.

Wichtig ist die Unterscheidung zwischen Schutzwirkung und Reglementzulässigkeit: Ein älteres 8856-2000-Produkt ohne Hologramm ist nicht automatisch wirkungslos, kann aber bei der technischen Abnahme abgelehnt werden. Beim Neukauf empfehlen wir daher aktuelle FIA-8856-2018-Bekleidung oder klar gekennzeichnete 8856-2000-Ware mit Hologramm, sofern das Reglement diese noch zulässt.

Wie lange ist FIA 8856-2018 gültig?

FIA 8856-2018-Bekleidung ist zeitlich begrenzt nutzbar. Maßgeblich ist das Label beziehungsweise das angegebene „Not valid after“-Datum. Praktisch entspricht dies 10 Jahren ab Herstellungsjahr plus dem laufenden Kalenderjahr.

Woran erkenne ich FIA 8856-2018-Bekleidung?

FIA 8856-2018-Bekleidung ist an der entsprechenden FIA-Kennzeichnung, der Homologationsnummer und der Gültigkeitsangabe erkennbar. Sie trägt ein goldenes FIA-Hologramm. Entscheidend ist aber immer die vollständige Kennzeichnung am Produkt.

Was bedeutet das silberne FIA-Hologramm?

Das silberne FIA-Hologramm gehört zu FIA 8856-2000-Produkten. Es wurde bei Overalls ab 2013 und bei vielen weiteren Bekleidungsteilen ab 2016 eingeführt. Es hilft, homologierte Produkte besser zu erkennen und Fälschungen zu vermeiden.

Haben FIA Socken ein Hologrammlabel?

Nein. FIA Socken tragen kein FIA-Hologramm. Sie müssen aber ein FIA-Label beziehungsweise eine entsprechende FIA-Kennzeichnung besitzen und zum jeweiligen Reglement passen.

Brauche ich immer FIA Unterwäsche?

In vielen Motorsportbereichen ja. Ob sie vorgeschrieben oder nur empfohlen ist, steht im jeweiligen Reglement. Aus Sicherheitsgründen ist lange FIA Unterwäsche unter dem Overall grundsätzlich sinnvoll, weil Overall und Unterwäsche zusammen eine Schutzschicht bilden.

Warum gibt es LT, XLT, LW oder XLW bei Overalls?

Diese Sondergrößen helfen, den Overall besser an unterschiedliche Körperformen anzupassen. T steht für lang, zum Beispiel LT oder XLT. Diese Größen bieten mehr Länge. W steht für weit, zum Beispiel LW oder XLW. Diese Größen bieten mehr Umfang. Dadurch lässt sich ein FIA Rennoverall besser auf Fahrergröße, Körperbau und Sitzposition abstimmen.

Darf ich einen Kartoverall im Autocross fahren?

Wenn dein Reglement FIA 8856-2000 oder FIA 8856-2018 fordert, ist ein Kartoverall kein Ersatz. Kartoveralls sind für den Kartsport und vor allem für Abriebschutz, Kontaktwärme und Reißfestigkeit ausgelegt. FIA Rennbekleidung nach 8856 ist für den Automobilsport und den Schutz vor Hitze und Flammen vorgesehen.

Welche Marke ist für Einsteiger sinnvoll?

Für viele Fahrer ist Beltenick eine interessante Wahl, weil die Produkte ein starkes Preis-Leistungs- Verhältnis bieten und zentrale Bereiche der FIA Fahrerbekleidung abdecken: Rennoverall, Unterwäsche, Handschuhe, Schuhe und Zubehör.

Wenn du unsicher bist, welche FIA Rennbekleidung zu deinem Reglement, Fahrzeug oder Einsatzbereich passt, kontaktiere uns gerne. Wir helfen dir bei der passenden Zusammenstellung.